Urheberrechtsabgabe

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Wiederveröffentlichung zur Erinnerung: Mit der Gesetzesänderung im Urheberrechtsgesetz (UrhG) vom Juli 2003 waren weitergehende Änderungen verbunden, die in den vergangenen Schuljahren zu einer Abgeltung der Beiträge vom Schulerhalter geführt haben (s. Abschnitt Hintergrund). Seither wird jährlich im November für das aktuelle Schuljahr eine zentrale Auswertung in der SchülerInnen-Verwaltung Sokrates Web gemacht (Schüler pro Gemeinde) und diese Zahlen werden seitens des Medienzentrums als Berechnungsgrundlage für den Urheberrechts-Verwertungsgesellschaftsbeitrag an die Schulerhalter verwendet. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Adressen/Gemeinden in Sokrates Web gepflegt sind.

Eine Heimat-Adresse wird ja auch bei der BiDok-Meldung zwingend verlangt, sodass Sie nur folgende Schritte beherzigen sollten:

  1. Datenfehler aufspüren
    Laufendes Schuljahr - Dynamische Suche - Kategorie "Datenfehler" - danach die Abfragen 140, 200, 210 und 220 wählen,
    rechts oben "alle auswählen", damit Sie möglichst viele Felder/Informationen bei den ausgewerteten Schülern dabeihaben und rechts unten die Schaltfläche "Ausführen":


    Diese Abfragen liefern Ihnen Schüler ohne Adresse, ohne Hakerl "wohnt hier", ohne eingetragene Erziehungsberechtigte o. ä.
     
  2. Mit diesen Abfragen können Sie evt. Adressfehler schnell auffinden und anschließend beheben!
    Falls Sie neben "Eltern-Adressen" noch veraltete "BiDok-Adressen" als weitere/mehrfache Adressen bei Schülern finden, können Sie diese löschen, es reicht im Normalfall eine Elternadresse.
    Bevor Sie eine Adresse löschen, müssen Sie alle Optionsfelder wie "wohnt hier" etc. ausgeschaltet werden, diese Adresse nun ohne Hakerln noch einmal gespeichert werden, danach kann sie gelöscht werden.


Hintergrund:
Die Möglichkeiten der schulischen Vewendung von Filmen, Fernsehaufzeichnungen, Tonträgern o. Ä. sind mit der Gesetzesänderung vom 1. Juli 2003 (UrhG § 56c) ziemlich erweitert worden. Allerdings muss den Verwertungsgesellschaften für die Wiedergabe von Filmen im Unterricht auch eine entsprechende Vergütung entrichtet werden. Das bm:ukk hat schon vor Jahren eine entsprechende vertragliche Vereinbarung getroffen, die eine jährlich Gebühr an die Verwertungsgesellschaften vorsieht, wobei diese die Schulen von der Verpflichtung befreit, das beabsichtigte Vorführen von Audio/Film den Verwertungsgesellschaften nach geltenden Tarifen abzurechnen und Aufzeichnungen über die im Unterricht im Laufe eines Schuljahres gezeigten Filme zu führen. Bei diesem "General-Vertrag" waren die öffentlichen allgemein bildenden Pflichtschulen nicht inkludiert und die ersten Klagen wurden von den Verwertungsgesellschaften gewonnen. Dies hat zu der eingangs erwähnten Regelung geführt, dass in Tirol die Gebühren im vergangenen Schuljahr erstmals und auch rückwirkend von den Schulerhaltern beglichen wurden. Die Gemeinden als Schulerhalter wurden diesbezüglich letztes Jahr informiert.

Im Unterricht können damit selbst aufgenommene Fernsehsendungen oder Filmausschnitte aus dem Internet (z. B. von Youtube) ohne rechtliche Bedenken im Unterricht gezeigt werden. Ausgenommen sind selbstverständlich Werke, die unter Verletzung von Vervielfältigungs- oder Verbreitungsrechten in Umlauf gebracht wurden, also klassische Raubkopien, natürlich auch illegale Kopien im Internet. In weiterer Folge sind klarerweise auch Veranstaltungen ausgenommen, die in keinem Zusammenhang mit dem schulischen Unterricht stehen. Und dies auch dann, wenn die Schule als Veranstalter auftritt (Schulball, Schulfeste oder Veranstaltungen vom Elternverein usw.).

S. dazu auch:

 

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